der Welt. Erster Abschnitt.
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vt'nz seines Reiches abtreten mußte, die nachher nach rmAihrem Namen dieNormandie genannt wurde. Doch ^'dieses war nur eine kur^e Hülfe. Denn eö versuch- ^ten es bald andre Normannen, ob sie auch so glück-lich seyn, und irgend eine andere Provinz für sich er-beuten könnten. Aquitanien war ihren Einfallen ammeisten ausgefetzt. Weil die Stande dieses Reichsbey Carln nicht Hülfe und Schutz genug fanden, ent-zogen sie sich seiner Herrfchaft, und unterwarfen sichbald Ludwigen von Deutschland , bald seinem Neffen,dem Pipin, nachdem einer von ihnen wider Carln.am glücklichsten war. Lothar, welcher bald Bünd-nisse mit Carln, bald mit Ludwigen schloß, fiengan,bey den überhandnehmenden Klagen über ihn undseinen Sohn, Ludwig, den zweyten, des Reichesüberdrüßig zu werden. Alter, Schwachheit, unddie Erinnerung seiner Verbrechen, machten ihn schwer-müthig. Er glaubte im Kloster die Ruhe seines auf-gewiegelten Gewissens zu finden, und begab sich,nachdem er das Reich unter seine drey Söhne, Lud-wigen, Lotharn, und Carln, getheilt hatte, in dasKloster Prüm ; eine Handlung, die wegen der da-mit verknüpten Geschenke an die Geistlichen, für sovcr driefilicb gehalten wurde, daß ihn die Mönchenach seinem Tode, der bald darauf erfolgte, liebcxunter die Heiligen gezählt hatten.
Also war nunmehr die so wcitlauftige Monar-chie Carls, des Großen, in fünf Reiche zertheilt.Ludwig, Kaiser Ludwigs des Frommen Sohn, be-herrschte Deutschland; Carl, der Kahle, Frankreich; und von Lothars Söhnen, besaß Ludwig Her, LM yt HItalien mit der kaiserlichen Würde; Lothar Austra-sien, oder Lothringen, und Carl, der jüngste, Bur-gund
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