Z2 Einleitung in die allgem. Geschichte
Jahr nach gund und Provenze. Diese Theilung Lothars unterChr. Geb. hinterlaßnen Söhne wurde bald darauf eine Ur-850. 856 fache zu neuen Unruhen»
Die Kirche hatte in den vorhergehenden Jahrennicht mehr Friede genossen, als der Staat. Gode-schalck, dessen Lehren von der Gnadenwahl die Ruheder Lehrer gestört harten, war zwar auf einer Kir-chenversammlung zu Mainz verdammt worden. Al-lein der Streit über diese Lehre dauerte noch fort.Hinkmar, der Erzbischof zu RheiinS, von dem ineiner ausführlichen Geschichte viel zu reden seyn wür-de, ein Gelehrter, aber auch stolzer und rachgierigerBischof, war sein größter Gegner.
Die Normannen, welche den Franken undden Deutschen, ihrer Einfalle wegen, so furchtbar undverhaßt waren, hatten schon zu verschiedenen malen dasGlück ihrer Waffen auch wider Engelland versuchet..8Z4- 8z8 Allein Edelwulf, der Nachfolger des tapfern Egberts,854 hatte das Glück, sie aus seiner Insel zu vertreiben.Unterdeß mußte ihn doch die Furcht von ihnen unge-mein beunruhigen, weil er bey dem Gebete des römi-schen Bischofes Schutz und Hülfe wider sie suchte. Ihn^.. ^ desto williger dieser Hülfe zu machen, befahl er dem' > K.»,.. ganzen Reiche, daß es dem römischen Stuhle zins-bar werden, und ihm jährlich den zehnten Pfenniggeben sollte, ein Tribut, der die Macht desselben an-sehnlich vergrößerte. Leo, der vierte, starb, undihm folgte auf seinem Stuhle, entweder die Pab-stinn Johanna, oder, welches nach den ältesten Ge-schichtschreibern für glaublicher gehalten wird, Be-L55 nedicc der dritte. Er hatte im Anfange einen Mit-buhler um diese Würde, den Anastasius, welcherselbst vom Kaiser begünstigt wurde. Allein da der-