der Welt. Erster Abschnitt. 47
herrschte, unter mannigfaltigen Abwechslungen des Zahr nachGlückes, Berengar, bald ein König, bald ein Ver- Chr. Geb.triebner. Ludwig, Bosons von Burgund Sohn, 5«///^./.,.hatte ihn vom Throne verstoßen, und sich zum Kaiser ^ "-krönen lassen. Allein da eben derselbe seines Glückesallzugewiß zu seyn glaubte, bekam ihn Berengar 904durch Verrätherey in seine Gewalt, und ließ ihn auöRache des Gesichts berauben. Er wurde also wieder öK,?. 5co?.der Mächtigsie. Doch der römische Bischof und «- ^>die Italiener liebten die Veränderung der Herrschaft.Sie erklärten sich nunmehr für Lamberten, der ehe-dem schon vom Pabste FormosuS zum Kaiser gekröntworden war, und sich zeicher in einem Winkel Ita-liens verborgen gehalten hatte. So war dieß un-glückselige Reich ein beständigst Schauplaß derHerrschsucht seiner Prinzen und der Herrschsucht derrömischen Bischöfe. Diese Väter der Gläubigenverfolgten einer den andern, bald nach ihrem Tode?bald noch zu ihren Lebzeiten. Johann der neunte 904verdammte seines Vorfahren grausames Bezeigen 6«><n.gegen den Leichnam des FormosuS. Nach ihm re» ^ "°gierte Beuedict, der fünfte, ein Jahr lang. SeinNachfolger, Leo der fünfte, vertrieb einen Christophs-rus, und dieser einen Sergius, welcher schon zu ver-schiedenen malen nach dem Besitze des römischenStuhles gestrebt hatte. Auch das war ihm nochnicht genug; er machte denselben auch auf eine ge-waltsame Art zum Mönche. Man erzittert bey demAnblicke der Gewaltthätigkeiten dieses Ungeheuers,ein Name, den ihm selbst diejenigen ertheilen, welcheihn unter die Statthalter Jesu Christi auf der Erdezählen« Nichts kann schändlicher seyn, als seineAusschweifungen mit der Marozia waren. Di?se 9L6
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