46 Einleitung in die allgem. Geschichte
Zahr nach h^, Proceß machen, drey Finger, als einem Misse-tzhr. Geb. ^h^tcr, abhauen, und ihn in den Tyberstrom werfen.
Auch erklärte er alles, was derselbe gethan und ver-ordnet hatte, für nichtig, und seinen Namen für ehr-los. Jedoch in der Folge wurde sein Andenken vomJohann, dem neunten, wiederhergestellt, und des Ste-phanuö Verfahren für unmenschlich erklart. Undin der That verdiente es den größten Abscheu, weiles sein Wohlthater war, dessen Asche er geschändetyOO' hatte. Der Streit, der sein Leben endigte, schienkeine unanständige Vergeltung für diese That zu seyn,/.e. Arnolfs Ende wurde durch die Kriege der Mah-ren und Böhmen , durch die Untreue, deren seineGemahlinn gegen ihn überwiesen wurde, und durchdie Schicksale seines unächten Sohnes Zwentibold ,beschleuniget. Er hatte denselben zum Könige inLothringen gemacht; in der That aber hatte er die-
899 sem Lande einen Tyrannen gegeben, der seine Unter-thanen mit Feuer und Schwert verfolgte. Arnolfstarb, und sein noch unmündiger Sohn, L^dwig^.wurde von den Standen zum Könige erwählt. Zwen-
900 tibolden verfolgten seine gereizten Unterthanen, underschlugen ihn.
901. 902 Die Hunnen, welche vor dem unter Arnolfen^»//^./.2. wider die Mahren zu Hülfe gerufen worden waren,^ ^. hatten Deutschland kennen gelernt, und seine SchatzeQ^?'^ machten sie lüstern. Sie hofften unter einem min-derjährigen König ungestraft einfallen zu können.Bayern und Kärnthen wurden verwüstet, und aus-geplündert. Die Reichthümer der Klöster lockrensie auch nach Italien , wo sie zwar von Bcrengarnüberwunden wurden, überall aber doch schrecklicheSpuren raubbegieriger Barbaren zurückließen. Hier
herrschte