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Theil 2 (1752) Jacob Benignus Bossuet, Bischofs von Meaux, Einleitung in die Geschichte der Welt, und der Religion / fortgesetzet von Johann Andreas Cramern, Hochfürstl. Oberhofpredigern in Quedlinburg
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Zweyter Abschnitt. «25

zeugte'einen andern Gott, den Sohn des Men-schen, oder den andern Menschen, und dieser einedritte göttliche Person, die weiblichen Geschlechtswar, den heiligen Geist, oder das erste N)eib»Man wird sich hierbey erinnern, daß schon Simon,der Zauberer, seine Helena für einen weibliche^Aeon, und zwar für den heiligen Geist, ausgege-ben habe. Der erste und der andere Mensch)zeugeten gemeinschaftlich mit dem dritten Aeon,den Christus, und zugleich einen besondernGeist, der ein Zwitter war, und den Namen So-phia , oder prunikus führete. Indessen waren,man weis nicht wie, vier Elemente außer dem Ple-roma, das Wasser, der Wind, die Finsterniß, unddas Chaos entstanden. Sophia, vielleicht ausBegierde, ihren ersten Ursprung aufzusuchen, nei-gete sich gegen das oberste Element, das Wasser, her-ab , und ward aus demselben mit einem ungeheuernLeibe umgeben. Allein, sie sammelte ihre Kräfte,wand sich aus dem Wasser herauf, und bereitete sichin der obersten Gegend des Lufthimmels, der durchdie Ausdehnung ihres Wasserleibcs entstund, nichtweit von der Lichtwelt des Bpchos ihren Sitz. Siehatte aber, da sie noch im Wasser war, einen Sohn,Ialdabaorh genannt, gebohren, den Fürsten deshöchsten Planeten, des Saturnus. Ialdabaothzeugete, vermuthlich in der Absicht, Unterthanenzu haben, sechs neue Götter, welche die übrigenJrrsterne einnahmen. Allein, es gelang ihm nicht,diese erhabenen Geister unter seine Bothmaßigkcit zuhringen, und sie zu bereden, daß er der höchste Gottwäre. Seine Mutter, Sophia, widersetzte sich ei-nem so übermüthigen Unternehmen, und reizte die

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