222 Geschichte der christlichen Religion.
„er Kcher- warb. Diese Secte, die von einem gewissen Eu-gcschichte, phraces gestiftet seyn wollte, scheint ihrem Ursprun-welcherei- gx nach jüdisch zu seyn, und noch über die Zeitenstündliche Jesu Christi hinauf zu gehen. Diejenigen unter denGeschichte Ophiren, welche den Glauben der Christen mit ih-l>er Ophi- ren Irrthümern verbinden wollten, wurden vor-tenenthält. nehmlich in dem zweyten christlichen Jahrhunderte- . bekannt. Der ophirische Roman ist eben so künst-lich, und noch weitlauftiger, als dervalentinianisthe,und wenn man gewiß erweisen könnte, daß die Ophi-ten so alt waren, als Mosheim nur muthmaßet:so würde man den Valenrinus manches Raubes auödem Lehrgebäude der Ophiren, überführen können.Allein die tiUemomische Meynung, daß es ungläu-bige und christliche Ophiten gegeben habe, könntevielleicht mit stärkern Gründen angegriffen werden,als die neuen Muthmaßungen sind, mit welchen sieZVosheim, dieser sonst so glückliche Geschichtschrei-ber der Ophiten, zu bestätigen unternommen hat.Zum wenigsten könnte man mit eben so viel RechteMuthmaßen, daß diese Secte ein Nebenast der va-lentinianischen sey,daIrenaus von ihrem Unterschie-de nichts meldet, und das Alter ihres vorgeblichenStifters, des Euphrates, so sehr ungewiß ist.
Die Grundlehren der Ophiten, die ihre Ge-meinen besondere in Syrien, in Galatien , undBy-thinien hatten, waren gnostisch. Sie hatten auchein pleroma, und einen unbegreiflichen Gott, densie, wie andere Gnostiker, Vyrhos, den Tiefenlind Unergründlichen, nannten. Diese Gottheit zeugeteeinen neuen Gott, den sie, vielleicht mit einem ansder Kabbala entlehnten Namen, den ersten N?cn-siHen nannten. Auch dieser neugebohrne Gott er-zeugte