226 Geschichte der christlichen Religion.
weißagen mußten. Als sie deutlich genug von ihrereigenen Ohnmacht überführet war: so bath sie Gott,daß Christus zum Besten der unwissenden und ver-blendeten Menschen auf die Unterwelt gesandt wer-ben möchte. Indeß, daß er sich unerkannt durch dieReiche der Planeten auf die Erde begab, ließ sie ihm,(denn er mußte doch von den Menschen gesehen undgehöret werden können,) durch den Jaldadaorhselbst einen heiligen und gerechten Menschen , Jesus bilden, in welchem er wohnen sollte. Chnstus kam,vereinigte sich zuerst mit seiner Schwester, der So-phia, nahm darauf seinen Sitz in dem Jesus vonNazareth , verkündigte durch ihn den unbekanntengroßen Urgott, und bestätigte seine Lehre durch vieleWunder. Ialdabaorh war bey seinen Unterneh-mungen kein müßiger Zuschauer. Er reizte seineJuden wider ihn; sie ergriffen Jesum, und verur»theileten ihn zum Tode. Hier verließen ihn Chri-stus und Sophia, und Heyde giengen in das ple-roma zurück. Allein, der gekreuzigte und begrabeneJesus ward von den Todten wieder erwecket, und,ohne daß es sein Vater, der Fürst des Sarurnus,wußte, in den Lufthimmel zu seiner Rechten gesetzt,damit unter seiner Aufsicht die Seelen, welche aus ,der Unterwelt durch die Planeten nach der Lichtwelt !,ziehen, den rechten Weg dahin nicht verfehlen möch- !ten. Der Untergang der Welt wird erfolgen, so- 'bald alle Seelen in das pleroma gesammelt seynwerden.
Wie leicht ist es, sehr viele Aehnlichkeiten zwi-schen dem ophirifthen und dem valennnianischenGedichts zu bemerken! Die Valentimaner habenin ihrem pleroma einen Menschen; die Ophiren
auch.