Zweyter Abschnitt. 227
auch. Sie haben einen Christus in der iichtwelt;die Valeminianer auch. Diese machen Jesumdurch ihren Deiniurg zum Sihe ihres Christus.Die (Dphiren bereiten auch für ihren Christus ei-nen Jesus, und Jaldadaorh mußte ihn erschaffen.Christus verlaßt den Jesus bey der Verfolgung desjüdischen Volkes in beyden Lehrgebäuden; Jesus wird auch in beyden nach seinem Tode wieder erwe-cket, und von der Erde in die Höhe weggenommen.Und ist nicht die Sophia des Valeminus, und dieSophia der (Dphiren einander fast vollkommenähnlich? Und wie geringe ist der Unterschied zwi-schen dem Falle der valentinianischen Sophia,und zwischen der Neigung der ophirischen pruni-kus zum obersten Elemente, dem Wasser? Und wieähnlich sehen sich der Demiurg des Valeminus,und der Ialdabaorh der Gphiten? Ich übergeheviele andere Aehnlichkeiten. Sollte einen diese Ver-gleichung nicht auf die Muthmaßung bringen kön«neu, daß die j^7aassener oder E>phicen eben nichtälter seyn möchten, als die Valeminianer, zumal daIrenaus und Apiphanius derselben erst nach denletztem erwähnen; und da Irenaus , der sie so um-ständlich beschreibt, ihr wahres Alter auch gekannt,und nicht verschwiegen haben würde? Jedoch esliegt am Ende wenig daran, ob ein solcher Unsinn einJahrhundert alter ist, oder nicht.
Irenaus erzählet, daß sich die Ophiren sehrbald in kleinere Parteyen gethcilet hatten. Einigevon ihnen sollen den Schlangengeist für Christum selbst gehalten haben. Vielleicht gehöret daruntereine Partey, von welcher man erzählec, daß sie dasBrodt im Abendmahle vor dem Mouche desselben
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