228 Geschichte der christliche!: Religion.
von gewissen dazu aufbewahrten Schlangen allezeiterst hätten belecken, und dadurch gleichsam heiligenlassen. Vielleicht ist auch eine Partey von demHauptsyfteme ihrer Brüder abgegangen, und hatJesum ganz verleugnet. Wer kann bey mangclhaf.ten Nachrichten etwas mit völliger Gewißheit be-stimmen ?
Lerdo und Ungefähr um eben diese Zeit stifteten auch C^rdo,ZNarcion. ein Syrer, und sein Schüler, Marcion, aus Pon-Te-^tt//. ,» ^ gebürtig, neue Parteyen. Auch diese waren der
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s-/// Aeonen noch nicht uberdrußig; damit sie aber
Z»--«^/./. durch kürzere Wege zur Schöpfung der Welt und25. 5/. zum Ursprünge des Bösen gelangen möchten, so riefen/. 2, c. 4.5. s-je das alte persische und chaldäische Lehrgebäude von2^?",»-. zwey gleich ewigen Grundwesen aus seiner Verges-0-^.2?. ^m"M zurück. Das eine sollte der Urheber allerUnvollkommenheiten, und besonders der Materie, dasandere der Schöpfer alles Guten seyn. Auf dieFrage, wer der böse Gott wäre, antworteten sie,daß sie den Gott der Jüden dafür hielten Christuswar ein Aeon in der Fülle der Gottheit, welcherden Schatten eines menschlichen Körpers angenom-men haben sollte, in der Absicht, die Werke derfeindseligen Gottheit zu zerstören, und das mensch-liche Geschlecht aus seiner Sclaverey zu erretten.Sie verachteten daher das alte! Testament; sie leug-neten die Menschheit Jesu Christi ; sie Hoffeten keineAuferstehung des Leibes, und foverten von ihrenAnhängern eine sehr strenge und finstere Lebensart.Der Leib war nach ihren Grundsäßen der Kerker,worein der Urheber des Bösen ihren Geist verschlos-sen hatte. Dieser Kerker sollte also durch Fastenund Casieyen zerstöret werden. Sie führeten das
Fasten