Zweyter Abschnitt.
Sittenlehre war die strengste nicht, wofern es wahrist, daß sie in Verfolgungen eine mündliche und äus-serliche Verleugnung des Glaubens zugelassen ha-ben. Sie verwarfen die Schriften des alten undneuen Testamentes. Cin jeder Gnostiker war da-zu gezwungen, wenn er seine Irrthümer nicht auf-geben und sich doch wider die Einwürfe retten woll-te, welche aus der Offenbarung wider ihn herge-nommen werden konnten.
Aus dem, was man von dem Irrthume der Ära-bianer und Valestaner weis, kann man nicht mitGewißheit bestimmen, ob ihre Meynungen gno-stisch gewesen sind , oder nicht. j^usebius saget ^/«^. /.6von den erstem nichts weiter, als daß in Arabien ei- ^7-niqe vorgegeben hätten, die menschliche Seelestürbe und i<tenge mit dem Leibe in die Verwe-sung, würde aber zur Zeit der Auferstehungmit demselben wieder aufleben. Es wäre auchdeswegen eine Versammlung der Lehrer zusammenberufen worden, auf welcher die Irrenden ihre Mey-nungen geändert hätten, und von den GründendesGrigenes für die Wahrheit zur rechtgläubigen Ge-meine zurück gebracht worden waren. Was die Va-lesianer betrifft: so weis Epiphanius , der erste, Hv/>^».welcher ihrer gedenkt, nichts gewisses von ihrem />?.Stifter, dem Valeo, oder Valens, nichts zuverlässi-ges von der Zeit seiner Irrthümer, und nichts be-stimmtes von dem Inhalte seiner falschen Lehren. Ervermuthet nur wegen seines arabischen Namens, daßer mit gewissen Irrgläubigen zu Bacathus jenseitsdes Jordans, welche man in der basigen GegendGnostiker genannt hätte, einerley Irrthümer ge-Ichret haben würde. Von diesen erzählet er, daß sie
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