Zoo Geschichte der christlichen Religion.
Häupter dieser Parteyen in dieser Schule unterrich-tet, und durch platonische Lehren von dem göttli-chen Wesen, seinen Eigenschaften und Offenbarun-gen auf ihre Thorheiten verleitet worden sind.?'» Wenn Origenes von den jAcesaiten redet: sobeschreibt er sie als eine Secte, welche die Kirche erstH"/^- 6- zu seiner Zeit beunruhiget habe. Aptphanius,A/'/'' nach welchem sie auck Gjlei.ier, Ampsenier und
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5 /. ^ampsaer genannt worden seyn sollen, machet siet. 6. 7. alter. Sie haben , wenn sein Zeugniß gilt, ihren/.<s. Namen von einem gewissen Elrai, welchen er un-t-Lf. ter der Regierung des Trajanus seine Irrthümerausbreiten laßt. Ihr Lehrbegriff war in seinenGrundsätzen gnosrisci), und im übrigen theils jü-disch, theils christlich. Sie beobachteten die Be-schneidung, den Sabbath, und andere Gebräuchedes CeremonialgesetzeS. Allein, sie verabscheuten alleblutige Opfer. Man schließt daraus, daß sie ein Neben«ast oder Ueberrest von den Essäern sind. Diese Muth-maßung wird gewisser, wenn man erwägt, daßApiphanius ihren Ursprung zu den Secten hinauf-führet, welche noch vor der Ankunft Jesu Christi entstanden sind; wenn es wahr ist, daß man sie auch(Dssemer genannt hat, ein Name, welcher demNamen der Assaer oder jLssenier sehr ähnlich sieht;wenn man endlich damit die Nachricht vergleicht, daßsie sich besonders in Palästina am Jordan stark ausge-breitet haben sollen. Sie theileten, wie andere Gno-stiker , Jesum in zwo Personen. Ein Christus warein Geist aus Gott, und hatte den heiligen Geist, densie zu einem weiblichen Geiste machten, zur Schwe-ster. Dieser vereinigte sich mit dem in dem Leibeder Jungfrau Maria gebildeten Christus. Ihre
Sitten-