Zweyter Abschnitt. ZOz
den Rechten des Ehestandes entsagten. Die Kiib»der nahm er in seinen Himmel nicht auf, wenn sievor dem Gebrauche ihrer Vernunft starben. Viel-leicht behauptete er auch den Irrthum der Gnosti-ker, daß der leib der Auferstehung nicht fähig wäre»Alle diese Meynungen flössen aus dem Grundsätze,daß die Materie für die Grundursache des sittlichenVösen gehalten werden müßte. Die Hochachtung,in welcher ihn sein unsträflicher Wandel gesehet hat-te, erwarb ihm viele Anhänger, besonders unter denMönchen und Einsiedlern. Diese hatten am wenig-sten die Gabe, seine Irrthümer zu widerlegen- Mankann solches aus der Erzählung schließen, in welcherman den berühmten Einsiedler, Macarius , zurBeschämung eines Hieraciren , den er nicht mit ^ c.Gründen widerlegen konnte, einen Todten auferwe-cken , und den Irrgläubigen zu einem gleichen Wun-der auffodern läßt. Die Kirche hatte von dieser Par-tey wenig zu besorgen. Eine Secte kann sich nichtlange erhalten, die ihre eigene Fortpflanzung zumVerbrechen machet.
Die N?am'chaer wurden berühmter, breiteten 6^/- »n-sich weiter aus, und erhielten sich länger. Sie sind terdemAr-fast unter allen Irrgläubigen am heftigsten ange- ^am!«?klaget, und am sorgfältigsten und umständlichsten s«^^.vertheidiget worden. Wir wollen uns Mühe geben, ^nichts von ihnen zu sagen, was nicht die strcngcste ^«m'c6.historische Prüfung aushalten kann. Ihr Stifter, ^ 5'Manes, oder Main, war unter dem persischen Ge- ^llubw^biethe gebohren. Man ertheilet ihm das Lob einer ew.G.großen Scharfsinnigkeit, einer starken Einbildungs- -,TH. z B.kraft, einer einnehmenden Beredsamkeit, und 6z Absch.einer vorzüglichen Erfahrung in allen den Künsten,
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