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Zweyter Abschnitt. 37»
Engel und Menschen gehorchen sollten: so hatte erihnen zum Guten einen freyen Willen und die Ver-nunft gegeben. Unterdessen war ihre Natur verän-derlich ; daher kam es, daß einige aus eigenem Willeilwider den Willen Gottes sündigten, und von ihmabfielen. Die Menschen waren erschaffen, daß sie ^/z?/.».-mit ihm leben und unsterblich seyn sollten, wenn sie "/-o/. 2.ihr Leben nach seinem Willen einrichteten. Sie wa- /z-e^. .^,4.ren nach dem Bilde Gottes gebildet, und ein Werkseiner Hände. Daß Gott sagte: lasset uns Menschen 77,-?-?/,/,.machen, dadurch gab er die Würde des Menschen / "./^tt-zu erkennen. Alles andere, was er schuf, schuf erdurch ein bloßes Wort, und es schien, als wenn erkeine so große Sorgfalt auf die übrigen Geschöpfewendete; den Menschen allein hielt er für ein Werk,das seiner Hände würdig wäre. Allein, die ersten.Menschen sündigten, und zwar durch den Mishrauchihres freyen Willens. Was half dem ersten Mew c/e??/.scheu sein Adel? was half eö ihm, daß er keinen H,-«?/./.-.sterblichen Vater hatte? Er, der Vater der Men-schen , erwählte die Schande der Sünde mit einemschnellen Entschlüsse, da er seinem Weibe gehorchte,und Wahrheit und Rechtschaffenheit verließ. Da-her geschah es denn, daß er ein unsterbliches Lebenmit der Sterblichkeit verwechselte, und daher fingenwir an, wie Ignarius sager, wegen der Bosheit, H?^. ^die in uns ist, verloren zu gehen. Adam unterwarfseine Nachkommen durch seine Sünde dem Tode, und 'dadurch unterwarf er die ganze Schöpfung diesemVerbrechen. Sehet hier nach der Lehre der erstenKirche den wahren Ursprung alles Bösen, und dasnatürliche Verderben des Menschen!
Aas Wer
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