Zweyter Abschnitt. 465
gierden ihres Herrn willigen, noch dem Befehle einesbestochenen Richters, desAquila, Christum zu ver-leugnen, befriedigen und erfüllen wollte, in siedendesOel geworfen. Ihre Sündhaftigkeit bewog einenSoldaten, Basilides , der sie zum Tode führete, einChrist zu werden, und als er deswegen angeklagetworden war, wurde er enthauptet. Plutarchus,zween Sercni, Heraklides, Heron und Heräis, wel-ehe Origeneö zum christlichen Glauben bekehret hatte,waren noch nicht getauft, als sie schon ihr Leben fürdie Religion aufopfern mußten. In Africa wur-den besonders zwölf Märtyrer von Scillita, we-gen ihres standhaften Entschlusses, weder zu opfern,noch bey dem Schußgeiste des Kaifers zu schwören,von dem Vigellius Saturninus zum Schwerdte verur-theilet. Perpetua, Felicitaö, Rcvocatus, Saturni-nus und Satur, welche der montanistischen Partey zu-gethan gewesen zu seyn scheinen, wurden den Thierenvorgeworfen ; SecunduluS starb im Gefangnisse, undGaddena wurde nach oft ausgehaltener Folter ersto-chen. Castus und AemiliuS ließen sich die Heftigkeit <)'/-,'. «f-der ersten Marter zum Abfalle verleiten; allein siewiderriefen bald und stunden die grausamsten Quan-ten aus. Ein gewisser RuriliuS hatte sich der Ver-folgung bald durch Geld, bald durch die Flucht zuentziehen gesucht. Endlich aber wurde er doch er-griffen und verbrannt. Eben dieses Schicksal hat-ten Jucundus, Saturnin, Artares und viele andere.Besonders bewies sich TertulluS Scapula als einengrausamen Verfolger der Christen. Umsonst verthei-digte Tertullian dieselben, theils in seiner eigentlichsogenannten Schußschrist, theils in seiner Verthei-digung der Christen an den Scapula. Die Hinrich-II. Theil. G g tungen