Zweyter Abschnitt. 467
che sie unter der Regierung des Alexanders zuersterbauet zu haben scheinen. Doch diese Verfolgungwar von keiner langen Dauer, weil ihre Fortsetzungdurch viele einheimische Kriege unterbrochen wurde.Unter dem Philippus erholten sie sich von den erlittenenDrangsalen. Allein weil das wahre Christenthum H"/"' e/>.??.beyder irdischen Glückseligkeit, die sie genossen, in"^^^einen allzugroßen Verfall gerieth : so fand es Gottfür nöthig, sie durch neue Trübsale aus ihremSchlummer zu erwecken.
Decius, sonst ein Fürst von großen Eigenschaftenhatte sich des Kaiserthumes bemächtiget. Unter dem ^ 5-Verwände, die unter seinem Vorfahren eingerissenen ^''^"^Unordnungen aufzuheben, und aus Gefälligkeit ge-^A'^ ^ ^gen das römische Volk, welches über die Ausbrei- H^^>tung der Religion, über die öffentliche Erbauung ^christlicher Kirchen, und über die Niederreißung vie-ler Götzen und Götzentempel der Christen aufgebrachtwar, erneuerte er die Verfolgung. Sie wurde vonihm durch feyerliche Verordnungen an alle seineStatthalter anbefohlen. Alle Christen sollten opfern ^"-/^- ^ ^und das Christenthum abschwören. Diejenigen, wel- ^' ^'che sich weigern würden, ihren Glauben zu verlasseu,sollten in finstre Gefängnisse gebracht, durch langsameMartern zur Verleugnung gezwungen, und wofernsie dieselben standhaft aushielten, durch die schreck-lichsten Todesarten hingerichtet werden, das Schre.cken und die Verwirrung war allgemein, weil allerömische Provinzen voll Christen waren. Alle andereöffentliche Geschäffte lagen ; alle Statthalter hattennichts zu thun, als gefangen zu setzen und zu martern,die Verfolgung gieng über das ganze römische Reich.Schwerdter, Flammen und Scheiterhaufen, wilde
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