Zweyter Abschnitt. 469
hatte, vom Statthalter Optimus zur Steinigungverurtheilt wurde; Petrus , den er erstechen ließ,nachdem vorher alle seine Gebeine zerbrochen wordenwaren; Andreas und Paulus, welche durch die Stei-nigung starben; Dionysia, eine sechzehnjährige Jung-frau, welche, weil sie bey dem Anblicke eines Christen,Nicomachus, der sich nach langen Martern endlichzum opfern verstand auf der Stelle aber starb, einelaute Wehklage erhob, deswegen ergriffen, zurSchändung verdammt, von Gott dafür bewahret,endlich aber enthauptet wurde. In Rom stand Mo-ses ein Presbyter, ein langes Gefängniß aus, undward endlich auch ein Märtyrer. In Toulouse wardein Christ, Saturninus, mit einem Ochsen zu Todegeschleift, Dionysius aber in Paris enthauptet. Manhat Nachrichten von andern Märtyrern, welche aberungewisser und zweifelhafter, als die angeführtensind. Die Wuth dieser Verfolgung war so groß, daßviele den Glauben verleugneten. Einige opferten,und erhielten den Namen Sacrificari, andere räu-cherten, und wurden Thurificati genannt; andere,welche weder wirklich opfern noch auch wirklich ihre!?Glauben bekennen wollten, erkauften obrigkeitliche Zeug-nisse, daß sie abgefallen waren, und wurden Llbel-lanci genannt. Was am meisten m beklagen war,war der Abfall vieler Bischöfe, besonders in Africa.Der fmyrnische Bischof, Erdemon, opferte nichtallein: sondern ward auch ein Verfolger der Chri-stm. Nach dem Verlaufe eines Jahres ließ die Ver-folgung nach; sie hörte doch aber, so lange Deciuslebte, nicht ganz auf, und dauerte auch nach seinemTode noch an einigen Orten fort.
Gg z Die