Zweyter Abschnitt. 471
mit zween Diaconen, Augurius und Eulogius , ver-brannt. Cyrilluö, den sein Vater des Christen-thums wegen verstoßen hatte, wurde anfänglich nurzum Schrecken zum Tode verdammt, und vom Richt-plahe wieder in das Gefängniß zurück gebracht, nachunerschrockener Wiederholung seines Bekenntnissesaber hingerichtet. Die Bischöfe Agapius, Secundi-nus und Succejsus erduldeten in Africa den Märty-rertod ; es scheinen auch die Leiden des Felix von Nola in diese Zeit zu gehören. Diese Verfolgung, welchevornehmlich nur die Angesehensten betraf, wurde zwarnach des Valcrianus Gefangenschaft vom Gallienuöaufgehoben. Allein sie erduldeten doch große Drang-sale unter den Unruhen, welche die Gegenkaiser imReiche erregeten. Man rechnet von Märtyrern in -diese unruhige Zeiten den Asterius in Palästina, denPatroclus zu Troies, und den Bischof zu Mande,Privatus, nebst einigen Gefährten desselben. Eshatte das Ansehen, als wenn Gott diese Grausamkeitder Heiden, theils durch bürgerliche Kriege, theilsdurch die Einfälle der Barbaren rächen wollte, welchedas römische Reich von allen Seiten her überströme-ten. Gott wußte aus diesen Uebeln fremden Völkernein großes Heil zu bereiten. Die Gothen machtenviele Christen zu Gefangenen, und diese pflanzten un-ter ihnen das Christenthum.
Unter dem Aurelianus standen die Christen gegendas Ende seiner Regierung , eine neue Verfolgung -^-^taus. Er hatte auch einen allgemeinen Befehl dazuertheilet, ob er gleich durch einen Donnerschlag an derUnterzeichnung desselben verhindert worden war.Man hat von den Märtyrern unter dieser Verfolgungkeine gewissen und ganz zuvcrläßigcn Nachrichten.
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