534 Geschichte der christlichen Religion.
tcn Jahrhunderts erhalten hat, und, weil er mit derrömischen Kirche eine beständige Freundschaft unter-hielt, nothwendig wissen mußte, was im Occidentevorgegangen war, noch Eusebius , der alle wahreDenkmäler der erste,, Kirche haben konnte, bestätigendas Vorgeben des Meßkanons. Ja der erste zahletaus allen Päbsten ausdrücklich keinen andern unterdie Märtyrer, als den TeleSphorus. Ucberdieß wirddas Märtyrerthum aller dieser römischen Bischöfe inZeiten geseßet, in welchen nach den ältesten Geschicht-schreibern kein Christ umgebracht worden ist. EinGeschichtschreiber der Religion folgert daraus, daßdie erste Kirche entweder einer unverzeihlichen Undank-barkeit gegen ihre Märtyrer, und zwar gegen so merk-würdige, als Bischöfe sind, beschuldigt, oder vondein Verdachte einer gottesdienstlichen Verehrung der-selben freigesprochen werde-, müsse. Was soll er voneiner Märtyrergcschichte sagen, welche vom Clemensvon Rom erzählet; er wäre vom Kaiser Trajan aufdie JnselChersonnesus verbannet worden; daselbst wärenalle Einwohner zu ihm gekommen, sich von ihm be-kehren zu lassen; auf sein Verlangen wäre, zur Bekräf-tigung der Wahrheit, ein Brunnen aus der Erde her-vor gequollen; nach einem Jahre hätte ihn Trajan eine Meile weit vom Lande mit einem Anker um denHals in die See werfen lassen ; das Meer hätte sichbis dahin zurückgezogen; als darauf die Christen dahingekommen wären, hätten sie einen Tempel von Mar-mor und darinnen seinen Leib in einem steinernen Grab-mahle gefunden; das Meer zöge sich jährlich bis an die-se Stelle zurück, und nähme nicht unter sieben Tagenseinen vorigen Raum ein; das Wunder wäre so groß,daß eine Mutter ihr Kind, welches sie wahrend der
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