Zweyter Abschnitt.
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achtet wurde, da sie doch einer so ausschweifendenFreyheit genossen hatten, ehe sie zum ehristüchen Glau-ben bekehret wurden. Diese Kirchenzucht der erstendrey Jahrhunderte, von der die Religion, solangesie in keine tyrannische Herrschaft ausartete, sehrgroße Vortheile hatte, verdienet eine nä-here Betrachtung.
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der Kirchenzucht der drey ersten
christlichen Jahrhunderte.
^HHa die Christen in der Welt eine Gesellschaft auö-machen, die sich verbindet, Gott nach denVorschriften seiner geoffenbarten Religion frcywilligund ungezwungen zu dienen: so ist offenbar, daß siesich eben der Rechte zu erfreuen haben müsse, die einerjeden Gesellschaft, welche den bürgerlichen Wohlstandeines Staates nicht störet, zugestanden werden. Die-ses ist um so viel gewisser, je größere Vortheile selbstdie irdische Glückseligkeit der Menschen von der christ-lichen Religion erhalt. Die Mitglieder dieser Gesell-schaft müssen also die Freyheit haben, gewisse Verbin-dungen mir einander einzugehen, und solche Verord-nungen zu machen, durch welche der Wohlstaud, dieRuhe und die Erhaltung derselben befördert, undder große Endzweck, um deswillen sie sich mit einan-der vereiniget haben , leichter erreichet werden kann»ob sie gleich einander zur Erfüllung dieser Verbindun-gen und Verordnungen,durch keine Mittel des Zwangesund der Gewalt, die die christliche Religion selbst
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