598 Geschichte der christlichen Religion.
meinschaft unterhalten wollte, weil ihn Cyprianus vonder seinigen ausgeschlossen hatte. Nichts ist mehr zubeklagen, als daß diese enge Gemeinschaft in der Fol-ge nicht allein zu vielen Ungerechtigkeiten, wie solchesdie unrechtmäßige Ausschließung des Origenes von derKirchengemeinschaft beweist, sondern auch zu unzahli-gen Trennungen und Spaltungen unschuldiger WeiseAnlaß geben mußte.
Diese Liebe zur Eintracht suchte die Kirche beson-ders durch ihre Aufführung gegen Irrgläubige und of-fenbare Sünder zu beweisen. Sie erklärte sich, daßsie weder mit denen, die wieder die Grundlehren desChristenthums irreten, und auf ihren Irrthümern be-harreten, noch mit denen, welche in offenbaren Lasternlebeten, eine vollkommene gottcsdienstliche Gemeinschaftunterhalten wollte. Darunter wurde nach dem Todeder Apostel vornehmlich die Gemeinschaft im Gebethe5.1. . und in der Haltung des Abendmahles verstanden., .' /"'Di se Verweigerung der Kirchengemeinschaft nun war5?/. die berühmte Excommunication der ersten Kirche..^».^5),. Die Erkenntniß, ob jemand diese Ausschließung von»^>-. /./. her Gemeinschaft mit den Glaubigen verdiente, kameigentlich der ganzen Gemeine zu, wurde aber schonim zweyten und dritten Jahrhunderte vornehmlich denBischöfen überlassen, welche die Aeltesten, und dieDiener der Kirche dabey zu Rathe zogen. Beydeskann aus vielen Stellen des Cyprianus, zu dessen Zei^ten das bischöfliche Ansehen schon so groß war, erwic-<7>^/-?s. scn werden. Es steht uns, saget er, wohlan, daß^- so wohl die Vorsteher, als die Geistlichen mit den gott-seligen Layen, als welche man auch nach ihrem Glau-ben und ihrer Gottesfurcht ehren muß, zusammenkom-men , und alles in der Kirche durch eine allgemeine
Berath-