Zweyter Abschnitt. 597
der asiatischen Genieinen bey den Irrungen zwischender römischen und der africanischcn Kirche. Diesegroße Gemeinschaft der verschiedenen christlichen Ge-meinen unter einander hatte noch viele andere Bande,durch welche sie unterhalten wurde. Die kleinern Ge-meinen richteten sich gemeiniglich nach den größern,von denen sie den Glauben empfangen hatten. Dieverschiedenen Gebrauche, welche die Kirchen hatten,hob zwar die Eintracht unter ihnen nicht auf,dennoch aber richtete sich ein jeder Christ nach den Ge-wohnheiten der Kirche, in deren Versammlung er sicheben befand. Unterdessen wurden zum Zeichen derEinigkeit gewisse Gebrauche von allen Gemeinen an-genommen. Darum konnte Tcrtullian sagen: Wir 7e»-?«//.</shalten es für Unrecht, am Tage des Herrn zu fasten, c-»-o»,^?//.oder auf den Knien zu bethen. Keine Gemeine maßte ^' ^sich daö Recht an, dasjenige, was eine andere Kircheeinstimmig geordnet hatte, für ungültig und nichtigzu erklären. El» Christ wurde daher in allen Kirchender Erde für einen wahren Christen gehalten, der eöbeweisen konnte, daß er mit dieser oder jener Gemei-ne in einer vollkommenen Gemeinschaft stünde, undwenn einer von der Gemeine, zu welcher er sich ordent-lich gehalten hatte, nach den Regeln der Kirchen-Zucht ausgeschlossen worden war: so wurde er beykeiner andern Kirche zur völligen Gemeinschaft amGottesdienste zugelassen. Denn eine Kirche machtesolches der andern bekannt. i'Narcion wurde vonseinem eigenen Varcr, einem Bischöfe, von der Kirchen-4--gemeinschaft ausgeschlossen. Er wandte sich vergebensan die römische Kirche ? er wurde nirgends für einenGläubigen erkcumt. Eben so gieng es dem Fel-ci^simus, mit welchem Cornelius in Rom keine Ge-P p z mein^