596 Geschichte der christlichen Religion.
<7/cm./4/n ten haben. Eine andere Stelle aus dem Pädagogm/^/F. /.z, des Clemens von Alerandrien ist eben so allgemein, alsc. /. h^ese tercullianische und entscheidet daher nichts mehr.
Was die Ehescheidungen anbelangt, die unter denHeiden und Juden so gewöhnlich waren : so richte-ten sich die ersten Christen in Ansehung derselben genaunach den Vorschriften Jesu Christi und seiner Gesand-ten. Nur der Tod und der Ehebruch konnten dieEhen trennen. Die zweyte Ehe wurde vergönnet, ob/. gleich die Montanisten der Kirche das Gesetz aufdrm-7^»/'^.«^ gen wollten, nur einmal zu hcirathen. Unterdessen/itt-o.^c. ^»lc man es für löblich, weitn sich die Christen an ci-begnügen ließen. Die dritte Verheirathungalier wurde für eilten Beweis der Unmaßigkeit undo Wollust angesehen, eine Meynung, zu welcher dieCo-M. Vorurtheile der gnostischen und platonischen Weisheit^^/. verleiteten.
c>^/ '''^ kirchlichen Gesetze und diese Gewohnhci-
^' ten, welche durch ihre oft wiederholte Ausübung die/^,-',«/)o/?. Kraft der Gesetze erhielten, waren so viele Bande,/. /.s/. welche die Eintracht theils unter den einzelnen Mitglie-dern einer jeden Gemeine, theils unter allen Gemeinendes christlichen Volkes von Zeit zu Zeit befestigten.Diese Vereinigung wurde durch das Ansehen, in wel-ches sich nach und nach die Bischöfe setzeten, immerenger und starker. Denn sie waren nicht allein Schiedes-richter bey denen Streitigkeiten, in die sich einzelneMitglieder einer Kirche verwickelten, sondern auch beydenen Irrungen, in welche ganze Gemeinen mit einan-der geriethen. So suchte die Kirche zu Lion die Strei-tigkeiten , welche zwischen den rechtgläubigen Gemei-nen in Asien und zwischen den Montanisten entstunden,gütlich beyzulegen. Eben dieses thaten die Bischöfe
der
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