6z8 Geschichte der christlichen Religion.
daß man ihnen gehorchen müßte, wie Jesus ChristusGott seinem Vater gehorsam gewesen wäre.S/»-.s</6». Es ist wahr, man findet bey dem Termllian den,7?. ?-»- römischen Bischof, einen Hohenpriester, und einen Bi-^-.^ schof der Bischöfe genannt. Man muß aber dazu sagen,AA"A'daß er damals ein Montanist war, und des römischen' Bischofes,der wider die Grundsätze seiner Partey die Ge-^oö<?^. fallenen zur Buße zuließ, und diese Secte verdammet?,8/« aus Neigung zur Ironie und Satire mit diesem Namene^t-?». nur spotten wollte. Niemand untersteht sich unter uns,c-^. sagte Cyprian , sich einen Bischof aller Bischöfe zunennen, und mit einem tyrannischen Schrecken seineMitgenojsen im Amte zum Gehorsame zu zwingen.V« ?/« ?» Alle diese Anmerkungen bestätigen das aufrichtigeBekenntniß des unparteyischen du Pin, eines Mit-«s/4. Liedes der Gorbonne, daß man in der ersten Kir--. /./'.n. ^ keine hinlänglichen und überzeugenden Beweise vonder Oberherrschaft der römischen Bischöfe über dieübrigen Bischöfe der Christenhiit finde. Sie hatteneben die Schicksale, wie andere Bischöfe; sie wurdenvon dem Volke erwählet; nach und nach erhielten sieeine gewisse Art der Herrschaft über ihre Mitältesten;zufällige Umstände, zum Exempel, die Stiftung ih-rer Kirche durch Petrum und Paulum, und weit mehrdas Ansehen von Rom , die Größe ihrer Gemeine,und die Freundschaft, welche andere angesehene Bi-schöfe mit ihnen unterhielten, vergrößerten ihr Anse-hen; die Eitelkeit, die sehr oft auch die besten Her-zen überraschet, fand ihren Vortheil dabey, thatVersuche, ihre Rechte zu vermehren, und war glück-lich: das sind die ersten Wege, aufweichen die römi-schen Bischöfe zu ihrer ersten, aber noch sehreingeschränkten Macht gelanget sind.R
Dritte?