Zweyter Abschnitt. 637
scher Pabst bestätigte die Wahrheit dieser Geschichte,und selbst das römische Breviarium bekräftiget sie.
Zuweilen bezeugen vorzügliche Ehrentitel, wennandere Beweise fehlen, die Rechte, welche man gernüber andere behaupten wollte. Der Name einesVaters der Kirche, denn das heißt Papa ; der Na-me eines Obersten und Vorstehers der Christen, einesNachfolgers der Apostel, eines Statthalters JejuChristi, wäre ein sehr günstiges Vorurtheil für dieHoheit der römischen Bischöfe über andere, wofern /sie nur nicht allen Bischöfen ohne Unterschied beygele-get worden waren. Dieses ist aber von allen solchen l^/>,-/<7».Ehrennamen erweislich. Ungeachtet weder Cypria-^.-^A'nus noch Firmilianus Bischöfe solcher Kirchen wa-A"^'^'ren, welche die Apostel selbst gepflanzet hatten: so nann- 'ten sie sich doch Nachfolger der Apostel. Die africa- ^"/^- ^ 6-nischen Bischöfe eigneten sich eben diesen erhabenenNamen zu. Eusebius nennt an vielen Orten die ^Bischöfe Obersten oder Regierer der Kirche, und rede- c.te also die Sprache des(!)ngenes, den er bcwunder-0//>/-5.te. Eben so gemein war der Name der Vorsteherallen Bischöfen. Wenn Dionysius von seinem Bi-.schofe, dem Heracla, redet: so nennet er ihn den se-^ ^ '^ligsten, oder welches in der Kanzelleysprache der Kir- e>,/>^o.z/.che einerley bedeutet, den heiligsten Pabst. Cypria-1«. e/,.c/e--.nus heißt eben so in vielen Briefen, die an ihn ge- ^'"'.A.schrieben wurden. Die römische Clerisey selbst erthei- ^A".^lete ihm eben diesen Namen, und nennete ihn so gar, ,-/^Mmeden heiligsten und glorrvürdigsten Pabst. Mitdem Titel eines Statthalters Jesu Christi verhält eSsich nicht anders. Cyprianus saget ausdrücklich, daß c^/>^».derjenige Bischof die Stelle Jesu Christi wirklich ver- s^.träte, der die Thaten Jesu Christi nachahmere. Lan- ^"/.ge vor ihm hatte JgnatfuS von den Bischöfen gesaget,
daß