Vorrede.
XIII
habe alles nicht unmittelbar zur Sache gehörigeübergangen, habe alle unnütze Etymologien, wo-mit andere Sprachlehrer so freygebig zu seyn pfle-gen, eben so sehr vermieden, als weitläufige An-führungen veralteter Arten des Ausdruckes. Ver-jährte Vorurtheile der Sprachlehrer habe ich frey-lich bestritten, und bestreiten müssen, weil dieseseigentlich mit zu dem Plane dieses Lehrgebäudesgehörte; aber nur sehr selten habe ich mich aufMeinungen oder Grillen einzeler Personen einge-lassen, so häufig sich auch die Gelegenheit dazuangebothen hat, weil ich überzeugt bin, daß sieinsgesammt von sich selbst verschwinden werden,sobald nur das gründliche Sprach-Studium einwenig allgemeiner werden wird. Bey aller dieserSparsamkeit ist doch gegenwärtiges Werk so an-gewachsen, daß es zwey beträchtliche Bände aus-machen wird; man urtheile daraus von demReichrhume des Gegenstaudes, wenn er mit Ver-stände und deutlicher Erkenntniß behandelt wird.Man glaube indessen nicht, daß hier bereits alleserschöpfet worden. Ich habe mich immer nur aufdas Nothwendigste einschränken müssen, und werauf diesem Wege weiter fortgehen will, wird nochsehr häusige Gelegenheiten und Reitzungen zu Wei-lern Entdeckungen finden.
Die Erwerbung deutlicher Begriffe von allem,was zu der Sprache und ihren Theilen gehöret,und die Aufsuchung der wahren und richtigenGründe alles Veränderlichen in der Sprache, istmein vornehmstes Augenmerk gewesen. Ich habe
zugleich