und uns das erste beträchtliche Werk in Deutscher Sprachehinterlassen hat. Es ist solches eine gereimte evangelischeGeschichte, oder Harmonie der vier Evangelisten, welcheMarrh. Flacius nach Gassari Abschrift 1571 zuerst, undhernach Schilter in seinem ^I,eigu, o heraus gab. BeydeAbdrücke sind sehr fehlerhaft, so daß dieses ehrwürdige Denk-mahl des Deutschen Alterthumes noch auf die kritische Hülfeeines sorgfältigern Herausgebers wartet.
7. Das Varer Niiser mit einer kurzen Auslegung, wel-ches von dem von Eckhard: heraus gegebenen noch unter-schieden ist, in Schillers I'ties. Th.i. am Ende, der esfür Gcrfrieds Arbeit hält. Eben daselbst befinden sich aucheinige homiletische Fragmente aus diesem Zeitpunkte, s»wie sie von Lambecio in seinen Lomment. cie Libl. Vin»llcii). bekannt gemacht worden.
8. Das Gespräch Lhristi mit der Samaritancrin, ge-reimt, aus einer alten .Handschrift in der Wiener Bibliothekvon L.ambecio zuerst heraus gegeben und hernach in Pal-thens Ausgabe Tatians, und in Schillers l'ties. Th. 2.am Ende wieder abgedruckt.
§. 20. Die übrigen Deutschen Könige aus Frän-S!ichsischpkischem Stamme (877—9") thaten, so viel man Könige,weis?, nichts für die Sprache. Nach Conrad i.kam die Deutsche Krone auf das Sächsische Haus(919 —1024); Deutschland ward unter demselbenimmer mehr und mehr gebildet, obgleich die ewigeninnern Unruhen und äußern Kriege den Fortschrittder Cultur verzögerten. Noch fiel es dem wildenDeutschen schwer, seinem iieblingöhange zum Krie-ge und zur Gleichheit zu entsagen, und das war derFall noch viele Jahrhunderte hernach. Zwar ließendie Deutschen Beherrscher nichts unversucht, dieNation durch Stattigkeit und Fleiß von ihrer na-türlichen Wildheit zu entwöhnen. Es entstandenStädte und in ihnen Zünfte, Handwerke und Ma-nufacturen; die Handlung fing an aufzublühen,und mit ihr keimten Wohlstand und juxuS. Allein
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