Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
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Einleitung.

die übermächtigen Vasallen, Folgen des iehnö-Sy-stems, hinderten durch ihre ewigen Befehdungen,durch daö traurige Faustrecht, und durch ihreRäube-reyen die Cultur, besonders unter dem Adel. Die Stif-ter und Klöster bereicherten sich in dieser allgemeinenVerwirrung, und die Absicht, durch sie das icmdanzubauen, das noch immer rauhe Volk statt undgesittet zu machen, ward zwar zum Theil erreicht;allein eben diese Klöster und bereicherten Geistlichenwurden in Zukunft das stärkste Hinderniß der Auf-klärung des Verstandes.

Es scheinet nicht, daß mit den Sächsischen Kai-sern zugleich die Sächsische Mundart die Sprachedes Hofes, der noch immer herum wandernd war,geworden; wenigstens haben wir keinen Beweisdavon. Vielmehr haben alle Deutsche Schriftstel-ler aus diesem Zeitraume in einer der Ober-Deut-schen Mundarten, besonders in der Fränkischen , ge-schrieben, welche sich allem Ansehen nach auch nochnach veränderter Thronfolge in ihrem Ansehen er-hielt.

Was die Überlieferung der Mcistersänger vonDeutschen Dichtern am Hofe Otto des Großenwähnet, ist Fabel und Mißdeutung dessen, was her-nach unter Friedrich i. geschahe.

Die bekanntesten noch übrigen Stücke dieses Zeitraumes

sind:

i. Das Siegeslied ans König Ludwigs z. in Frankreich im Jahr 88i über die Normannen erfochtenen Sieg, vonSchillern, sowohl einzeln lüyü heraus gegeben, als auch indessen l'Iies. in Mabillons LeneiliÄ. Th.z. und

in Langenbecks Zcriptor. rer. Osnic.-. Th. 2. das erste undÄlteste Deutsche Gedicht, in welchem sich einige Funken dich-terischen Geistes befinden; denn Orrfried» Arbeit ist Nei-merep.

s. Der