256 i.Th.i.Abschn. Bildung der Wörter.
Jagd, regnen, segnen, Rübsen, für Rübsasmen, Räthsel, latschen, quirschen, Zierde; beson-ders, wenn ein e ausgeworfen ist, des Gehörs, ersprachs, du redst, er flucht, der spätste.
Übergang §. 87. Der Ton betrifft eigentlich den Vocal,des ersten urtd die auf denselben folgenden Consonanten neh-in den letz- nur auf eine entfernte Art Theil daran, ob siegleich allerdings zur Bildung des Tones das ihrigebeytragen. Im Deutschen kann ein jsderVocal sowohlbetont, als unbetont, und im erstem Falle sowohl ge-dehnt, als geschärft, seyn. Da wir nun keine Vocalehaben, welchen eine dieser Eigenschaften von Naturanhängig wäre, so muß die jedem gehörige Art desTones außer demselben aufgesucht werden. Wastonlos, halb betont oder völlig betont ist, lehret, wieschon gedacht, die Auflösung des Wortes in seineBestandtheile, und diese gibt uns auch die Mittetan die Hand, die Art des Tones in den beyden letz-ten Fällen zu erkennen.
Wenn auf einen Vocal in einer und eben der-selben Sylbe zwey Consonanten folgen, so kann der-selbe eigentlich nicht anders als geschärft ausgespro-chen werden, und man siehet deutlich, daß die dun-kele Empfindung dieses Naturgesetzes auch unsereSprachschöpfer geleitet hat. Denn wenn in einemnackten Wurzelworte mit einem gedehnten Hülfs-laute durch dieAusbildung und'Ableitung zwey Con-sonanten hinter den gedehnten Vocal zu stehen kom-men, so gehet derselbe gemeiniglich in einen ge-schärften über: sehen, sichc, stehen, Grand,geständen; baren, Bürde; fliehen, Flücht;wehen, 5Vmd. Allein, da die Befolgung diesesGesetzes nur auf die dunkele Empfindung desselbengegründet war, so ward es in vielen Fällen über-sehen.