Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
274
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274 i.TH. 2.Abschn. Von den Redetheilen.

haben wir dazu mehrere Wörter nöthig. So fernnun dieWörter die verschiedenen Arten unserer Vor-stellungen in der Reihe der Begriffe oder in einemSahe ausdrucken, werden sie Nederheile genannt.

Allgemeine §- 98. Da ein jeder Satz aus drey HaupttheilenÜbersicht bestehet, dem Subjecte, dem Prädicate und demderselbe». Einverleibungsworte, so hatten wir eigentlich nurdrey Redetheile nöthig, und vermuthlich hatten dieersten Sprachen bald nach ihrem Ursprünge und er-sten Ausbildung deren auch nicht mehr. Allein, dadas Unselbständige von mancherley Art seyn kann,oder vielmehr, da wir uns dasselbe auf vielfache Artvorstellen können, und wirklich vorstellen, da fernerin einer ausgebildeten Rede auch das Verhältnißzwischen mehrern Säßen gedacht und ausgedrucktwerden kann, so gibt es jetzt in allen bekanntenSprachen mehrere Redetheile, doch mit einer gro-ßen Verschiedenheit, indem manche Bestimmun-gen, welche die eine Sprache ausdruckt, in der an-dern entweder übergangen, oder an dem Wortedurch die Biegung selbst bezeichnet, oder mit andernRedctheilen verbunden werden. Die in der Deut-schen Sprache vorhandenen Redetheile betreffen:

i. Das Selbständige oder die Substanz, undalles, was wir uns als selbständig vorstellen;dessen Nahme das Substantivum ode«Hauprworr ist.2» Das Unselbständige, oder alles, was sich vondem selbständigen Dinge sagen läßt, und zwarnach der verschiedenen Vorsiellungsart:, z) An und für sich, als außer dem selbständigenDinge befindlich; und zwar,s) so fern es zwar an dem Dinge selbst befind-lich ist, aber nur außer demselben gedacht

wird,