Z.Kap, überhaupt. §.96.97. 27z
»licht ist. Alle unsere Gedanken und Vorstellungenbetreffen demnach die selbständigen Dinge, und wassich von ihnen denken läßt, oder mit andern Wor-ten, unser Denken bestehet bloß darin, daß wir«inem selbständigen oder als selbständig gedachtenDinge etwas unselbständiges einverleiben. Dasselbständige Ding heißt mit einem bereits allgemeinbekannten Nahmen das Subject, das unselbstän-dige aber, was wir von demselben sagen, oder esdemselben einverleiben, das prädicar. Die Roseriecht schön, die Tugend ist liebenswert!), daist Aose ein selbständiges, Tugend aber ein alsselbständig gedachtes Ding, folglich das Subject,was von ihnen aber gesagt wird, das Prädicat.Jeder Gedanke bestehet also aus einem Satze, wel-cher allemahl drey Theile enthält, das selbständigeDing, von welchem etwas gesagt wird, oder dasSubject, dasjenige, was von ihm gesagt wird,oder das unselbständige, welches ihm einverleibetwird, das prädtcar, und ein Wort, vermittelstdessen das letztere von dem erstem gesagt, oder dem-selben einverleibet wird, das jAnverleibungs-rvorr, oder, wie man es auch sonst, obgleich nichtso schicklich, nennet, die Copula.
§. 97. Ein jedes selbständige Ding ist mit al- Was Rede«lem, was von ihm gesagt werden kann, mit allen theile sind,seinen Bestimmungen, nur ein und eben dasselbeDing; allein, da wir nur sehr stufenweise, durch Ab-sonderung einzeler Bestimmungen, zur klaren Er-kenntniß gelanget sind, so können wir auch ncch jetztuns ein Ding nicht mit allen seinen Bestimmungenauf einmahl vorstellen, noch weniger aber es miteinem einigen Worte ausdrucken, sondern wir müs-sen das Ding mit seinen Bestimmungen einzelnund nach einander denken und ausdrucken; folglichAdel.jL.Svr. S haben