Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
272
Einzelbild herunterladen
 

272 I. Th. 2. Abschn. Von den Nedecheilen.

jecrionen oder die Empfindungswörter, welchedie Anfangsgründe und ersten Bestandtheile derSprache, und die Grundlage zu allen übrigen Wör-tern sind, ob sie gleich jetzt den kleinsten und unbe-deutendsten Theil der Sprache ausmachen. Dieandere Hauptclasse hat keinen allgemeinen Nahmen,wir können sie aber tVcrter im engern Verständenennen, weil ein Wort eigentlich ein Ausdruck einerklaren Vorstellung ist, die Empfindungswörter aberdie Empfindung als bloße Empfindung darstellen,ehe sie noch zur klaren Vorstellung erhöhet worden.

Was den- §. 96. Diese XVörter im engern Verständeken ist. sind nun der eigentlichste und wichtigste Theil derSprache, sind aber wieder von so verschiedener Art,als die Dinge, welche wir uns vorstellen können,oder vielmehr, als die Art und Weise ist, wie wiruns die Dinge, und alles, was an ihnen ist, vorzu-stellen pflegen. Alles, was gedacht werden kann,ist entweder für sich bestehend, selbständig, eineSubstanz, oder nach einer sehr faßlichen Umschrei-bung, etwas, das sich zählen läßt; oder nicht für sichbestehend, unselbständig, etwas, das sich eigent-lich nicht zählen läßt. Der Baum, die Blume,die Sonne sind für sich bestehende Dinge, weil wirsie zählen können; grün, wohlriechend, hell,ineic, hoch, sind unselbständige Dinge, weil sienicht für sich bestehen, sich nicht zählen lassen, undallemahl selbständige Dinge voraus seßen, an wel-chen sie befindlich sind, oder zwischen welchen sie ge-dacht werden müssen. Eben so sind auch unsere kla-ren Vorstellungen beschaffen, nur mit dem Unter-schiede, daß wir, um unserer mangelhaften Erkennt-nißart zu Hülfe zu kommen, uns vieles als selb-ständig vorstellen, und vorstellen müfstn, was es

nickt