i.Kap. überhaupt. §.94-95» 271
zu gehöret, so viel Licht und Deutlichkeit Zu bringen,als mir nur möglich ist, werde aber auch alle die-jenigen an jedem Orte dankbar anführen, welchenich in einem und dem andern Stücke Aufklärung zudanken habe. Zum Unglücke ist ihre Anzahl sehrklein, weit kleiner, als man bey der großen MengeSchriften über die Deutsche Sprache vermuthensollte, und ich kann für diefes Kapitel, so viel dieEntwickelung des wahren Begriffes der Nedetheilebetrifft, niemanden nennen, als Hrn. Gottfr. De-nedicr Funk, Rector an der Domschule zu Mag-deburg , und Hrn. Ioh. XVerner deiner, Rectorzu icmgensalza. Ersterer hat in dem Anhange zuder von ihm übersetzten Abhandlung Schlegelsüber die Vortheile und Mängel des Däni-schen , die Schwächen unserer bisherigen Sprach-lehrer in Ansehung ihrer Begriffe von den Rede-theilen sehr deutlich und einleuchtend aufgedeckt, undda diese kleine Schrift der Vorrede nach bereits 176zheraus gekommen ist, so ist es unbegreifflich, wiedie spätern Sprachlehrer, sowohl im südlichen alsnördlichern Deutschlande, die daselbst gegebenenWinke unbenutzet lassen können. Hr. Neetor Mei-ner , dessen philosophische Sprachlehre ich be-reits in der Einleitung empfohlen habe, ist auf diesem. Wege noch weiter fortgegangen, und hat die vor-nehmsten Veränderungen der Nedetheile aus ihreurichtigen Begriffen sehr glücklich entwickelt.
§. 95. Wenn wir bey der Eintheiluug derWör- Allgemeineter auf den im zweyten Kapitel vorgetragenen Ur- Emrhei-sprung der Sprache sehen, so haben wir zwey Clas-sen von Wörtern, wovon die eine die Empfindun-gen als bloße Empfindungen, die andere aber dieklaren Begriffe von den Dingen und ihren Besinn-mungen bezeichnet. Die ersten sind die Inter -
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