Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
286
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286 i.TH. 2.Abschn. Von denRedetheilett.

kel, oder ein Zahlwort, (obgleich dieses nicht in al-len Fällen das Concretions-Zeichen erhalt,) oder einPronomen, oder ein Adjectiv seyn: denn jedes Be-stimmungswort des Substantivs (viele Zahlwörterund einige Pronomina ausgenommen,) ist vermit-telst der Concretion aus einem Adverbio gebildetworden, wenn dieses gleich nicht mehr vorhanden ist»Es laßt sich so gar wahrscheinlich machen, daß derWurzellaut des Artikels ursprünglich d gelautet,woraus vermittelst des Concretions-Zeichen de, inwelcher Gestalt er noch bey den Niederdeutsche!?, nochmehr aber in dem Englischen tlie, vorhanden ist,und mit den vollständigen Geschlechts-und Decli-nations-Zeichen, der, die, das geworden.

Die Concretion der Adverbien ist bisher, soviel ich weiß, in keiner Sprachlehre, als ein.? Artder Biegung angegeben worden, und daher rühretvornehmlich alle die Verwirrung, welche in derLehre von den Adverbien und den Adjectiven herrscht.Hoffentlich wird die Sache selbst so kräftig für michreden, daß es keiner Entschuldigung bedars, ihrbey der Flerion eine eigene Stelle eingeräumet zuhaben.

Der Stet- §» "4. 4. An einer Beschaffenheit lassen sich«erung. sehr oft noch Stufen denken, daher mehrere Spra-chenMittel gesunden haben, auch dieses Verhältnißunmittelbar an den Beschaffenheitswörtern zu be-zeichnen. Die Deutschen können aus diese Art dasVerhältniß sowohl eines höhern, als des höchstenGrabes bezeichnen, das heißt, sie können solche Wör-ter, die dessen fähig sind, steigern. Gemeiniglichnennet man diese Art der Biegung die Compara-rion, welcher Ausdruck aber den Begriff nicht er-schöpft, indem die Comparation vor der Steigerung

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