Z2O i.TH.2.Abschn. 2.Kap. Substantiv.
meisten Sprachlehrer, welche den wahren Gang derSprach-Cultur auch in diesem Stücke verkannten,verwarfen dieses e in vielen Fallen, und empfahlendafür die alte rauhe Aussprache, deren sich die Spra-che mit Fleiß entledigt hatte, und wo sie es nichtverwerfen konnten, da erklärten sie es ohne Umstän-de für ein weibliches e, welches bloß dazu da sey,weibliche Wörter zu bezeichnen. Daß dasjenige e,welches eine wahre Ableitungssylbe für die Abstractaist, nicht hierher gehöre, verstehet sich von selbst.
el: i. Eine Person oder Sache, welche etwasthut, sowie cr: Büttel, welcher gebiethet, Gei-sel oder XVeiser, der Anführer der Bienen, ^gcl,Friescl, was frieren macht, Hebel, Sauerteig, et-was, das hebt, Fessel, LTIebel, Himmel, wasdeckt, u. f. f. 2. Ein Werczeug, dasjenige, womitetwas gethan wird: Schlägel, Stachel, Flügel,Hebel, Schüssel, Deckel, Nagel, Meissel .z. Was gethan wird, Speichel, was ausgespienwird, Findelkind, ein gefundenes Kind. 4. Das,wovon etwas gesagt wird, ein Ding, welches einegewisse Beschaffenheit hat, Frevel, Tadel, Aiyel,Wechsel, Giebel, Esel, Rugel, Regel. 5. EineVerkleinerung, doch nur in einigen Oberdeutschen Gegenden, wo sie aus lein verkürzt ist: Mädel,Mündel, Lässet, Bündel, dasBübel. 6. Inmanchen Wörtern ist sie fremden Ursprunges: Mi-spel, von dem Griechischen ^?-77?//,ov, Mandel,von dem Ital. Ivlan^ola, Epistel, von epistolg,Manrel, von mgutellum, <Z)rgel, von oiZanum,u. s. f. wo doch die ausländische Ableitungssylbe mitder Deutschen eines Ursprunges ist.
em,en, vermuthlich ein Ding, von welchemetwas gesagt wird, welches eine gewisse Beschaffen-heit
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