Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
330
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ZZ<Z I.TH. 2.Abschn. 2.Kap. Substantiv.

ein i über: Gewürm, Gewölk, Geblüt, Ge-wässer, Gehölz, Gesäme, Gebräme, Ge-därm, Gefäß; Gebirge von Verg, Gefildevon Feld, Geschwister von Schwester, Ge-stirn von Stern, Gefieder von Leder. Wennder weiche Hauptlaut am Ende weich bleiben soll,so erhält das Wort das mildernde e: Gesinde,Gehäuse, Gebirge,, Gekröse, Getreide, Ge-bläse. In andern Fallen ist e6 fehlerhaft; folglichnicht Gehölze, Geblüce, Gewöike, Gerippe.

Und folgende ITlachsylben:

ey: Reicerey, Länderey, die alten Aibereyfür Bibliothek, Bürgerey für Bürgerfchaft. Ei-gentlich gehören hierher auch diejenigen Wörter, wodiese Sylbe den Inbegriff der Geschäfte einer Artbezeichnet, Holländerey, eine landwirtschaftlicheAnstalt auf Holländische Art, Mciercy, Gchäfe-rey, Väckerey, Iägerey, Srmerey, Vrauerey,Lärberey u. s. f. welche denn wieder als Gattungs-wörter von dem Orte und Aufenthalte gebraucht wer-den. S. auch die Iterativa und Abftracta.

l'cht: das Nchricht, was ausgekehret worden,Feilicht, was abgefeilet worden, Spühlichr, Ge-trcidicht, in einigen Gegenden für Getreide; fer-ner, Geröhrichr, beysammen wachsendes Rohr,und der Ort, wo es sich befindet, Dickicht, ein dickverwachsener Ort in einem Walde, N)eidichr, woviele Weidenbäume wachsen; dergleichen Collectiv«es im gemeinen jeden mehrere gibt, z. B. Eich-icbt, Gemöhrichr, Dornicht, Ackerichr, woviele Eicheln wachsen, u. s. f. Die ähnliche latei-nische Ableitungssylbe etum in lruti^emm, äume-tum, m'uuclinemm, c^uercettun, U. s. f. kommt ge-NSU damit überein. Unsere Deutsche wird sehr

wahr-