2. Dessen Bildung. §.137. zzi
wahrscheinlich von dem alten Verbo eigen, haben,abgeleitet, von welchem Tbt bey dem Kero nochVielheit, Habe, Vermögen bedeutet. Sie ist ei-gentlich aus dem Participio Präteriti desselben ge-bildet, dagegen die appellativen Nachsylben ich undig zunächst auö der Wurzel selbst sind.
schaft: die Barschaft, das sämmtliche bareVermögen, Bürgerschaft, die sämmtlichen Bür-ger eines Ortes, Judenschaft, die sämmtlichenJuden einer Art. So auch Bruderschaft, Be-kanntschaft, Dorfschaft, Landschaft, Mann-schaft, Gerärhschaft, Verlafsenschaft, Ge-sandtschaft. Briefschaften ist davon allein nurim Plural üblich. Vermittelst der Sylbe er lassensich von diesen Collectivis auch zuweilen wieder Ap.pellativa bilden, ein Individuum aus dem Ganzenzu bezeichnen : Gesellschafter, ein Glied einerGesellschaft, welches noch häusiger von den folgen-den Abstractis aufschaft geschiehet.
thum, mir in einigen: Heidcnthum, diesämmtlichen Heiden, ^udenthum, die sämmtlichen Juden, Alterthum, die sämmtlichen in denältern Zeiten lebenden Menschen, Papstthum, diesämmtlichenBekenner der römischen Religion. Dasappellative thum, ist, so fern, es einen Bezirk, einGebieth bedeutet, genau mit dieser collectiven Be-deutung verwandt.
UNg, zwar am häufigsten für Abstracta, aberauch nicht selten eine Sammlung mehrerer Dingean einem Orte zu bezeichnen: Holzung, eine mitHolz bewachsene Gegend, N>aldung, eine mitWald bewachsene Gegend, Hutung, ein zur HutoderWeide bestimmterRaum, Srallung, ein mitSMen bebaueter Ort, die Markung, eine aus
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