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5. Von der Declination. §. 208. 45z
Herr bezeichnen, übrigens aber kein einiges Verhält-niß ausdrucken, außer in einigen Fällen den Dativdes Plurales. Die Bezeichnung des Plurals ge-schiehet auf gedoppelte Art, entweder durch Anhän-gung des Wurzcllauces n oder en, oder auch durchden Umlaut und Anhängung des iauteS jenesgeschiehet in dieser, dieses aber in der folgendenDeclination. Die Wörter dieser Declination be-zeichnen also die bloße Mehrheit durch ein auge-hängtes n oder en, übrigens aber kein einiges Ver-hältniß, weder im Singular, noch im Plural,
§. 208. Ehedem bekamen die meisten weibli- Alter Da-chen Wörter dieser Declination, welche sich auf ei- tw auf ennen Vocal endigten, nach Art der Adjectiven, im ^Genitiv und Dativ der Einheit, ein en, oder wennsie sich schon auf ein e endigten, ein bloßes n, vonwelcher nachmahls veralteten Form noch mancheÜberbleibsel im Hochdeutschen vorhanden sind. Soliefet und höret man noch sehr häusig, der Schlan-gen den Ixopf zertreten, unserer lieben Frauen,von der TViegen an, der Seelen Seligkeit,die Angst meiner Seelen, der V.önicr der Ehsrcn, ihm zu Ehren, zur Hollen fahren, aus derSchulen kommen, in der Nutten, in der Stu-ben, der Glanz der Sonnen u. f. f. Beson-ders hängt man manchen weiblichen Wörtern aufein e im Datjv und Accusativ des Singulars nochgern ein n an, wenn der bestimmte Artikel wegge-lassen worden, um den Casum desto bestimmter zubezeichnen: auf -Erden, für auf der Erde, mitFreuden, vor Freuden, zu Schanden werden,von Seiten des Feindes, in Gnaden befehlen,zu Gnaden kommen, aus Gnaden. Dieser alteGenitiv und Dativ hat sich auch noch in vielen Zu-
Ff z sammen-