Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
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454
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454 i.TH. 2.Abschn. 2. Kap. Substantiv.

sammsnseßungen erhalten, Gnadenwahl, Son-ncnstaud, ».Ldrcnjchänder, Freudenfest, Höllen-strafe,Erdenr!osi, Seitcnwand u.s.f. Wo diesealte Forin, besonders bey weggelassenem'Artikel, ein-mahl allgemein und allein üblich ist, da muß mansie freylich beybehalten, nur muß man sie nicht nach-ahmen. Ist der Artikel entweder völlig oder ver-kürzt da, so kann man ohne Mißklang der regulä-ren Beugung folgen: der Schlange den Aopfzertreten, von der viAcge an, zur Hölle fah-ren ; einige einzele Arten des Ausdruckes etwa aus-genommen, wie, derAonig der Ehren, derGee-len Seligkeit.

§. 209. Ein bloßes n im Plural bekommen so-wohl diejenigen, welche sich auf ein weibliches e en-digen, als auch alle abgeleitete auf el und er; alleübrige nehmen en an. Diejenigen, welche sichauf ein ee und betontes ie endigen, nehmen zurSchonung des Auges zwar auch nur ein n an, spre-chen aber im Plural den gedoppelten Voeal zwey-sylbig aus, die See, Plur. die Se-en; die Poe-sie, Plur. die Poesie cn. Die auf ein unbeton-tes ie, wo folglich dasselbe schon zweysylbig lautet(S. §.18.), folgen den weiblichen aufe: die Hifto-ri-e, Pl. Hijrori-en. So auch Lilie, Aomosdie, Arie u. s. f.

§. 210. Folglich bekommen im Plural ein blo-ßes n.

1. Alle weibliche Appellativa, welche sich aufein e,endigen, sie mögen deutschen oder fremden Ur-sprunges seyn: die Ähre, Accife, Achse, Amei-se, Amarclle, Amme, Ani'e, Ä-ite, Arche,Arme, Aue, Aufnahme, die Mittwoche, nichtder Mittwochen, und eine große Menge anderer,

welche