Von den Zahlwörtern. §. 265264. 56z
schiehet: gib mir die zehen Thaler , d.i. welchevor dir liegen, oder von welchen wir gesprochen ha-ben, um sie dadurch von allen übrigen zchen Tha-lern zu unterscheiden; so auch, der eine ist wiederda, die zwey sind auct) verloren. Im gemei-nen Leben pflegt man den Zahlwörtern auch wohlden unbestimmten Artikel vorzusetzen, der alsdannso viel wie ungefähr bedeutet: icl? will nocl) eineacht Tage warten, d. i. ungefthr acht Tage. Al-lein, da der unbestimmte Artikel so wenig eineMehrheit verstattet, als das Zahlwort ein, so bleibtdiese Art des Ausdruckes dem großen Haussen über-lassen, von welchem sie herstammet.
§. 264. Alle Grundzahlen können auf gedoppel- Decima-le Art gebraucht werden; entweder sie zählen abso- tion veslute und ohne Beziehung aus ein Substantiv, in Zahlworteswelchem Falle sie als wahre Adverbia betrachtet wer-den, und unveränderlich sind: zwey, drey, vieru. s. f. Drey Mahl drey ist neun. Oder sie ha-ben ihr Hauptwort bey sich, oder beziehen sich dochauf dasselbe. Da sie in diesem Falle das Substan-tiv unmittelbar bestimmen, so sollten sie auch, wiedessen übrige Bestimmungswörter, mit vollständigenBiegungszeichen versehen seyn, und dem Substan-tive in dem Geschlechte, der Zahl und den CasibuSfolgen. Allein aus den §. 2-9. bereits angeführ-ten Gründen ist die Flexion bey den Zahlwörtern,besonders aber bey den bestimmten, sehr unvollkom-men, indem nur das einige Zahlwort ein allcn Ver-hältnissen des Substantives folget, vermuthlich, weiles in manchen Fällen ein wahres Adjectiv wird, wel-ches von den übrigen Zahlwörtern nicht gesagt wer-den kann. Es wird nach Art der Adjective aufdreyfache Art decliniret, wobey wohl nicht erst wie-
Nn 2 der-