Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
587
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Von den Zahlwörtern. §.275. 587

der Einheit um des Wohllautes willen allen stattallem lautet: bey dein allen, nach welchemallen. Es wird auf gedoppelte Art gebraucht:

i. Distributive, die sämmtlichen Einheiten ei-nes GattnngSworteS zu bezeichnen, da es denn derNatur der Sache nach nur allein im Plural ge,braucht werden kann. Es hat alsdann sein Sub-stannvum entweder bey sich, oder nicht, so daß das-selbe darunter verstanden wird. Im ersten Fallestehet es gemeiniglich vor seinem Substantivo: derXVcchsel aller Sachen; vor allen Dingen;alle Menschen müssen sterben; zu allen sel-ten. Allein in vielen Fällen kann es auch seinemSubstantivo Nachtreten, welches aber alsdann denbestimmten Artikel vor sich haben muß: die ü.eutealle sahen es; wie har der Frevler die Blu-men alle zerstöret! erst werden die N>clrenalle vergehen. Da es denn auch durch Zwi scheu-sähe von demselben getrennct werden kann: die Ar-ten , wie man das Geld verrhm) sind mir allezu beschwerlich; die Narren sehen, wie dieMenschen, alle einander ähnlich. Siehe imSynMxe §. 6z2. Den persönlichen Pronominibuswird es allemahl nachgesetzt: wir alle, ihr alle,von ihnen allen, unser aller. Beyspiele desausgelassenen Substantives sind: aller Augenwarten ans dich; alle sagen es; sein Haus ste-het allen offen.

2. Collective, diese sämmtliche Individua alsein einiges Ganzes darzustellen, in welchem Falle esnur im Singular gebraucht werden kann, und zwarsowohl mit dem Substantivo, welchem es hier allemalvorstehet: alle meine Freude har nun ein Ende;ich habe noch nicht alle Hoffnung verloren;wenn ich aller Melr Reichthümer bejäße; zu

allem