Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
588
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588 i.TH. 2. Abschn. 4. Kap.

allein Glücke; in allen, Ernste; ohne allen

Hrvciffe!. ?lls auch ohne Substantiv, auf welche Artbesonders das Neutrum alles gebraucht wird: alsles zürnet wider mich, d.i. alle Menschen; mnalles in dcr^Velt nicht; alles diefts oder die-ses alles; es sind in allem zehn Thaler.

Fehlerhafte, wenigstens niedrige Arten des Ge-brauches sind: 1. wenn bey den Wörtern, welcheeine Zeit, ein Maß, Gewicht u. s. f. bedeuten, derGenitiv aller statt des Aceusatives geseht wird:aller zwey Meilen, für alle, d. i. jede zwey Mei-len; er har alier zwey 5Vochen einen neuenHerren, für alle. 2. Wenn all oder alle uncon-crestirt für das conerefcirte Wort gebraucht wird,welche ehemahlige Form noch im Oberdeutschen sehrgangbar ist: all sein Vermögen, für alles seinVermögen, oder noch besser, sein ganzes Vermögen;all oder alle das seinige, für alles das ftinige; alldas Kand, so du stehest; die Stände all desihrigen berauben; von Ausübung all andrerFeindseligkeiten abstehen, in den OberdeutschenKanzelleyen, z. Das Oberdeutsche Adverbium alslcr für ganz: Silenus aller trunken, Opih; dereingetheilte N)irz wird aller angewandt, Hall,ihr Rörper wird aller zu Ausdruck, ihr ganzerKörper. 4. Das im gemeinen ieben der Hochdeut-schen so übliche Umstandswort all, das Ende, dieErschöpfung einer Sache auszudrucken: der tVeinist schon all, er ist schon ausgetrunken, verbraucht;sein Vermögen ist schon all; die Missethat derAmorirer ist noch nicht alle, i Mos. 15,16; bisdaß eure Keiber all werden in der Nlüsten,4 Mos. 14, zz. All ist, so wie einige der folgendenZahlwörter, außer der Coucretion, folglich als eineigentliches Adverbium, im Hochdeutschen veraltet.

§. 276.