6o2 < Th. 2. Abschtt. 4. Kap.
da die allgeineinen Zahlwörter sowohl in dem Be-griffe, als in der Flexion und dem Gebrauche, denbestimmten Zahlwörtern naher kommen, als irgendeinem andern Redethcile, so kann man sie auch mitallem Rechte Zu ihnen rechnen. Die meisten Unter--scheiden sich von ihnen nur in den vollkommenen;Coneretions-Lauten, welche doch bey dem kein, nochmehr aber bey dem viel und wenig am unvollkom-mensten sind.
Won etwas §. 284. Es gibt noch zwey Wörter, welche manund nichts. Mit einigem Rechte zu den allgemeinen Zahlwörternrechnen könnte, ich meine die beyden Wörter etwasnnd nichts. Beyde bestimmen dem Begriffe nachden Umfang eines Substantives, aber freylich kei-nes eigentlichen GattungSworteS, sondern nur einesCollectiv! oder Materialis. Überdieß werden sie inallen Fallen unbiegsam gebraucht, und sind also blo-ße Umstandswörter, von welchen einige, z. B. ge-nug, allein u. s. f. ohne Concretion gleichfalls zurBestimmung des Subsiantivi dienen können.
»Awas, im Nicdersächsischen nur was, bezeich-net einen Theil eines Collectivi oder Materialis miteinem schwachen Nebenbegviffe der Wenigkeit, ohnealle Rücksicht aus individuelle Beschaffenheit. Eskann daher nur mit Substantiven im Singular ver-bunden werden: es izr noch etwas Mein, etwasDror, erwas Geld da, etwas Schönes, et-was Gutes; mit etwas Bitteren? vermischen;mir etwas N>ein, besser mit ein wenig N)ein.Mit dem Genitive eines Substantives lässet es sichnie verbinden. Die Ausdrücke, vor etwas Jah-ren, ich habe noch etwas Zipfel, sind im Hoch-deutschen ungewöhnlich. Am hausigsten gebrauchtman es unbestimmt, ein unbekanntes Ding zu be-zeichnen,