Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
649
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Von dem Beyworte. §.319. 649

§. 319. 1. Die Ordnungszahlen oder zahl- Ordnungs-ordnenden Adjective werden vermittelst der Ablei-zahle»,tungssylben re und ste von den Grundzahlen abge-leitet. Beyde sind ursprünglich eine und eben die-selbe Sylbe, welche ursprünglich bloß in der Mund-art von einander abweichen; vielleicht ist auch rebloß um deö Wohllautes willen in einigen Fallen inste über gegangen. Die Sylbe te nehmen an, alleGrundzahlen von zwey bis ncunzehen; die Sylbeste aber, die Grundzahl der Einheit, erste, alle üb-rige Grundzahlen von zwanzig an, und das allge-meine Zahlwort viel, wenn es nach der Ordnungfraget: ;wey-re, vier-re, funf-re, sechs-re,sieben-re, neun-rc, ;ehen-te oder zehn-re u. s.f.aber der er- ste, zwanzig - ste, dreyßig - ste u. s. f.der hundert-ste, rausend-ste, wosiir auch wohlhunder-re, rausend - re, (nicht raufende oder rau-senre,) gefunden werden; der wie vielste:' in ei-nigen Gegenden wie vielre. Dritte, ist von einerveralteten Form dri für drey, nnd verdoppelt das r, .die Scharfe deSToneS zu bezeichnen, dagegen achte,das eine r wegwirft, weil die Scharfe schon ohnehindeutlich genug bezeichnet ist.

Wenn die Ordnung vermittelst einer ver-bunde-nen Zahl bezeichnet werden soll, so bekommt nur dieletzte das Ordnungszeichen: der ein und zwan-zigste, der rausend einhundert und sieden undvierzigste. Eine solche Ordnungszahl, als einWort zusammen zn schreiben, der rausendeiichun-derrundstedenundvierzigstc, würde ebenso sprach-widrig, und beleidigend für das Auge, den Ge-schmack und die schnelle Begreifflichkeit seyn, alsbey den Ordnungszahlen, S. §. 262.

Wenn man andeuten will, der wie vielste je-mand selbst der Zahl nach sey, so setzt man im ge-

Ss 5 meinen