65c> i.Th. 2.Abschn. F.Kap.
meinen jeden das alte Pronomen selb, das Wurzel-wort des selbst, oder auch wohl das ausgebildetefelbft der Ordnungszahl vor: selb ander, (nichts»häufig selb zweyte,) selb dritte, selb vierte, oderselbst ander u.s.s. kommen, d. i. mit noch einem,mir noch zweyen, mit noch dreyen, so daß man selbstder andere, dritte oder vierte ist. Die anständigereund edlere Schreibart bedienet sich in diesem Fallelieber einer Umschreibung.
Wenn eine Ordnungszahl mit einem Substan-tive verbunden wird, so stehet sie demselben allemahlvor: das zweyte Hans von hier; es gehet in diedritte N)oche. Nur die eigenen Pcrsonennahmenstehen gemeiniglich voran: Friedrich der dritte;AnIust der zweyte. Die höhere Schreibart kannsie indessen auch hinten sehen: der dritte Friedrich,der zweyte Angust.
Da die Ordnungszahlen durch einen ihnen eige-nen Ableitungslaut aus "'Umstandswörtern unmittel-bar zu Adjectiven geworden sind, ohne erst die Classeder Adverbien durchzugehen, so können sie auch nichtunconcresciert oder als Adverbia gebraucht werden.Man kann nicht sagen zweyr, er kommt viert.Der Ableicungslant ist hier mit dem Concretions-4aute unzertrennlich verbunden; nimmt man sieweg, so bleibt das bloße UmstandS-oder Zahlwortzwey, vier, übrig. Wohl aber laßen sich durchdie Ableitung Adverbia von ihnen bilden, welchesvermittelst des adverbischen s und dem Dativ derOrdnungszahl geschiehet: erstens, zweyten?, (imOberdeutschen andertens,) drittens, viertens,fünf nnd zwanzigstens u. s. f. für zum ersten,Zum zweyten u. s. f.
Außerdem laßen sich cmch Substantiv« von ih-nen ablsiten, welche einen Theil, und dessen Ver-hältniß