Von den Beyworte. §.319.320. 651
hältniß zum Ganzen bezeichnen. Es geschiehet sol-ches vermittelst der Ableitungssylbe el: ein Zwey-te!, die Hälfte, cm Drittel, der dritte Theil, einDierrcl, Zehentel, Zwanzigstel, Hundertsteloder Hundertel, Tausendstel, ein Wn und vier-zigste! ; wo man, die substantivische Beschaffenheitzu bezeichnen, der ersten Zahl einen großen Buch-staben geben kann, ohne doch da6 Ganze als einWort zusammen zu ziehen. S. auch, was von die-sen Wörtern schon §. 271. gesagt worden.
Zu den Ordnungszahlen könnte auch noch legegerechnet werden, welches dem ei'st entgegen gesetztist, und so, wie dieses eigentlich keine Zahl bezeich-net, sondern nur so viel sagt, daß ein Ding in derOrdnung kein anderes nach sich habe: der leyreNlann, der lerzre von beyden, die vier lehrenDinge. Den Ordnungszahlen gleicht es auch dar-in, daß es, das zusammen gesetzte zuleyr (wie zu-erst) ausgenommen, nicht als ein Adverbium ge-braucht werden kann, denn lcrzr für neulich, ist Nie-derdeutsch. Wohl aber kann es durch die AbleitungAdverbia geben, leyrens, zum letzten, und leyrsZicH, neulich, ingleichen zum letzten.
§. Z2o. Das Wort ander, wird in einer ge- Von demdoppelten Gestalt gebraucht, sowohl als eine Ord- Worte an»nungszahl, als auch als ein bloßes anderes Ad-jectivum.
i. Als eine Ordnungszahl, ist es mit zweytevöllig gleich bedeutend, es mag von zweyen odermehvern die Rede seyn, und stehet dem ersten ent-gegen : das andere oder zweyte Vuch Mosis;er kam zum andern oder zweyten Mahle zumir. Erstlich haben sie meine Vitre anhörenMüssen, dieses ist eine Mühe; dann haben sie