Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
657
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Von dem Beyworte. §.324.325. 657

bedeuten eigentlich sechsfach und achtfach, weildoppelt schon zwiefach ist. Auch diese Zahlwör-ter können in allen drey Declinationen der Adjectivegebraucht werden, ob sie gleich in der dritten seltenervorkommen: das vierfache Tuch, ein vierfa-ches Tuch, vierfaches Tuch hält länger.

§. Z24. 5. Die Verhält,, ißzahlen, welche ein VerlM-geometrifches Verhältniß ausdrucken, und mildem nipzahlen.Worte faltig, zuweilen auch faltig, zusammen ge-setzt werden, übrigens aber in dem Gebrauche mitden vorigen überein kommen: einfältig, welchesaber nur noch in einer figürlichen Bedeutung üblichist, zrveyfälrig, häufiger zwiefaicig, dreyfaltig,in der Theologie von dem göttlichen Wesen, aberein wenig unschicklich, vierfalrig, zchenfalcig,hundertfältig. Ingleichen mit einigen allgemei-nen Zahlwörtern, vielfältig, mehrfältig , man-nigfaltig für faltig. Ursprünglich wurden dieseZahlwörter mit fach gleich bedeutend gebraucht,und noch jetzt werden beyde häufig mit einander ver-wechselt, zumahl, da diese mit fältig zusammen ge-setzten in der edlern Schreibart zu veralten anfan-gen, daher die Verdoppelungszahlen ihre Stellevertreten.

§. Die Zahlwörter lassen sich überdieß mit Anderesehr vielen Substantiven welche eine Zeit, ein Ge- Wörter die«wicht, ein Maß, eine Beschaffenheit u.s. f. bedeuten, l^Art.zusammen fetzen,welche denn,damit sie zuAdjectivenconeresciert werden können, erst vermittelst der Ab-leitungssylben ig und lich zu Adverbien gemachtwerden müssen: zrveyjührig, dreipfündig, vier-tägig, fünfmonachlich, fechsfüpig, zrvcyfchnei-dig, siebenblärrerig, achteckig , vicrfarbig,dreyhändig, zrveyfemg u. f. f. Jngleichen mitAdel.D.Spr. Tt einigen