Von dem Beyworte. §. 326. 659
sehr oft die Beschaffenheit als ein selbständiges Ding,ohne alle Rücksicht auf den Körper, woran sie sichbefindet: ein schönes Schwarz, eine schöneschwarze Farbe; ein brennendes Roch; ein glän-zendes Grün; das Vlau des Himmels. Nochhanfiger aber ein Ding, an welchem sich diese Be-schaffenheit befindet, welches alsdann gleichsam alsganz Beschaffenheit dargestellet wird. Dahin dieNahmen der Farbenkörper, 2^einschwar;, Gfen-schwarz, Dcrlmerblau, Aergblau, ^eerklau,Kupferblau, Kupfergrün, ^erggrün, L>la-sengrün, Grobgrün, Vraunroth, Äergroth,Lederweiß, Dleyweiß, Gchieferweiß; diePflanzennahmen, Immergrün, Sinngrün,Tau--sendschön, Licrersüß, Liwgeljüß, 2lUgur, Viel-gur; ferner Eyerklar, L^yweij), Bibergeil;die im gemeinen ieben üblichen Hasenklein, Ha-senschrvarz, Gänscklcin, Gänseschwarz; dieWeinnahmen, Gutcdel, Schwarzroth, u. s. f.die poetischen das Rund der L^rde, das ITlaß,das Dunkel; die Sprachnahmen, das Deutsch ,Französisch, Griechisch u. s. f. und die vielenübrigen Substantive, welche mit ihren AdverbiiSgleich lauten, und ursprünglich nichts als Adverbiasind, indem es in der Kindheit der Sprache sehr na-türlich war, die Beschaffenheit sogleich zum Nah-men des Dinges zu machen, an welchem man siebemerkte: das Gut, Übel, Fett, Recht, Un-recht, das jetzt veraltete Falsch, Heil, von demnoch Niedersachsischen hei!, ganz, gesund, 5Vc>l?l,Angst u. s. f. Alle diese Wörter, einige wenigeder eben gedachten alten ausgenommen, sind sachli-chen Geschlechtes. Indessen lassen sich nicht alleAdverbia ohne Unterschied substantive gebrauchen,sondern es kommt dabey auf den Gebrauch an, des-
T t s sen
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