Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
660
Einzelbild herunterladen
 

66o i.TH. 2.Abschn. 5.Kap.

sen Umfang sich doch hier im gemeinen ieben weitererstreckt, als in der edlern Schreibart.

Es ist nur die Frage, wie man dergleichen Wör-ter decliniren soll. Die alten schon seit der Kind-heit der Sprache als Substantive gangbaren Adver-bia sind nicht mehr streitig, weil sie, wie ein jedesanderes Substantivum,decliniretwerden; wohl aber,die, welche in den neuern Zeiten ausgenommen wor-den. Sollen sie der Analogie der ältern folgen?oder gehören sie unter die Regel, daß ein jeder an-derer Redetheil, wenn er substantive' gebraucht wird,unabänderlich ist, wie das Nichts, ein Etwas,mein Ich, ein Aber u. f. f. Im erstem Fallemüßte man sagen, der theure preis des Derli-nerblaues, der Glanz des Blaues des Am-mels, dem Runde der Erden, die Flüssigkeitdieses Eycrklares, das Fehlerhafte seines Deut-sches, die Reinigkeit seines Französisches,Griechisches; im lehtern aber, der theure preisdes Berlinerblau, der Glanz des Blau desHimmels, dem Rund der Erde, das Fehler-hafte seines Deutsch u. s. s. Der Gebrauch hathier nichts entschieden; zwar sagt man, die Schwe-re des Bleyweisses, die Flüssigkeit des Eysweijses, allein bey vielen andern widersetzt sich dasGehör. Sie als Adjective zu decliniren, würdeganz unschicklich seyn, weil sie keine Adjective sind»Wer die schöne Farbe des Bergblauen, dieArten des Zxupfergrünen, die Tausendschöne,die Reinigkeit seines Deutschen, Griechischenu. s. f. sagt, muß auch iin Nominative, das Berg -blaue, Rupfergrüne, Tausendschöne, Deut-sche, Griechische sagen, welches in manchen Fäl-len wirklich üblich ist, in manchen aber auch nicht.Es scheinet daher am sichersten zu seyn, alle diese in

den