Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
666
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666 r. Tl). 2. Abschn. 5. Kap.

Dritte Art. Diese kommt, um der eben ge«dachten nothwendigen genauen Bestimmung willen,nicht vor, müßte denn erwa einmahl einem Dich-ter einfallen, eine solche Eigenschaft zu personificirenund sie im Vocative anzureden.

Da der Begriff hier sehr abstract ist, und dieganze Eigenschaft, als ein untheilbares Ganzes be-trachtet wird, so leiden die Substantiv« dieser Artauch keinen Plural.

In den zusammengesetzten Fallen folgt das zueinem Substantive erhobene Adjectiv, es sey nundas Masculinum, oder das Fämininum, oder auchdas Neutrum, dem Adjective in eben denselben Fal-len. Gehen ein oder mehrere Adjective vorher, unddas erste Adjectivum nimmt die vollständigen Bie-guügszeichen an, so bekommen im Nominative desMasculini, und im Nominative und Accusativs desNentrius, alle übrigen dieselben, und folglich auch dasals ein Substantiv gebrauchte Adjectiv: eingründslicher ticfdenkender Gelehrter, du großer unsjte-Micher NX'ijcr! Da im Plural der persönli-chen Pronominnm vollständige Biegungslaute an-genommen werden, S. §. 298 und zoo, so sollte esim Vocative auch hier heissen: ihr großen un-sterblichen TVeisen, wie man ganz richtig sagt,wir Gelehrten; so gern man hier auch das n zuverbcissen und ihr große Meisen, rvir große Ge-lehrten, zu sagen pflegt. So auch im Singulardes Neutrius: ein großes herrliches Ganzes,ein unförmliches Ganzes.

Unterschied §. zzo. Hieraus ergibt sich zugleich der Unter-kiefer Sut>- schied dieser in Substantivs verwandelten Adver-stantivevml Adjective von den'durch die Ableitung ge-

stmctis ödeten AbstractiS; obgleich dieser Unterschied oft

so