Von den Pronomine. §.344.345. 687
rhan, ich selbst bin es, sich selbst verlängnen,die L.iebe seiner selbst. Außer dieser Bestim-mung hat selbst noch einige andere Bedeutungen,indem es oft eine bloße Steigerung bezeichnet, ichselbst komme fast auf die Gedanken, so garauch ich, und alsdann auch ohne Pronomen stehenkann: selbst der Fluch einer Mutter roürde hierkraftlos seyn. Stehet es hinter einem Subsianri-ve, so bezeichnet es oft einen sehr hohen Grad: er istdie Freundlichkeit selbst. S. mein Wörterbuch.
Beyde sind wahre Umstandswörter, weil sie auchandere Redetheile als Pronomina bestimmen kön-nen: Gocr allein, er ist allein unschuldig, Gocrselbst, selbst Gocr, ich komme selbst. Diesesselbst ist von dem alten Wurzelworte selb, welchesnoch in dem selb dritte u. s. f. lebt, vermittelst desadverbischen s, welches oft in st übergehet, abge-leitet. Mit einer andern adverbischen Ableitungs-sylbe lautet es selber, welches zwar im Hochdeut-schen auch gangbar ist, aber doch in der edlenSchreibart jenem nachstehet. Aber dem adverbi -schcn AblettungSlaute noch einen neuen, en, anzu-hangen, der nichts mehr sagt, als der erste, selbsten,ist völlig verwerflich.
Das sachliche Pronomen der dritten Person lei-det diese Bestimmungen nicht unmittelbar an sich,wohl aber an dem Verbo. Nicht, es selbst kam,sondern, es kam selbst.
§. 345. Die persönlichen Pronomina bezeichnen Pronomc-entweder das Subject, oder das Object; allein esgibt in der Sprache auch Falle, wo das Subjectund Object nur eine und eben dieselbe Person ist,oder, mit andern Worten, wo das Pradicat auf dasSubject zurück gefuhret wird. In dem Satze, erschlug dich, bezeichnet er das Subject, und dich
den